Gedankenbuch.

Das flauschigste Blog in diesem Internetz.

Unnötig, teuer und spaßbefreit!

Untermalt den Titel bitte gedanklich mit einem 1111elf!!!!

Eigentlich bin ich immer recht bemüht, den Veganismus nicht zu erwähnen, wenn es nicht unbedingt sein muss. Er ist mittlerweile einfach so sehr Normalität geworden, dass das meiner Meinung nach echt nicht sein muss. Wenn meine Ernährung dann doch mal Thema wird(gemeinsame Essen auf der Arbeit/mit Freunden etc.) fühlen sich viele Menschen einfach mal vorsorglich von der Tatsache in die Ecke gedrängt, dass ich mit ihnen ja eine Diskussion über meine (und ihre Ernährungsweise) anfangen könnte. Liebe Leute. Nichts läge mir ferner. Aber irgendwie scheint das ja in diesen Situationen ein ganz seltsamer Reflex zu sein. Im Zuge dessen werden dann komische Vergleiche an den Haaren herbeigezogen und es wird eine „Verteildigung“ erwartet, die das Gegenüber dann seinerseits wieder völlig zerpflücken kann. Ach Leute, das ist doch wirklich anstrengend…

Ich finde das ja toll, aber es wäre mir viiiel zu teuer.

Kommt ganz darauf an, was und wo man einkauft. Natürlich ist Fleischersatz teurer und auch pflanzliche Milch ist teurer als ihr subventiertes, tierisches Pendant. Allerdings verbrauche ich pro Woche ca. einen Liter, da fällt das nun wirklich nicht ins Gewicht. 1l „meiner“ Sojamilch kostet ca. 1,75 €, das ist meiner Meinung nach echt erschwinglich. Andere pflanzliche Milchsorten wie Mandel- oder Haselnussmilch sind da schon erheblich teurer, aber die sind bei mir auch kein alltägliches Lebensmittel.
Insgesamt gebe ich im Monat 120  bis 160 € für Lebensmittel aus. B12-Nahrungsergänzung kostet mich pro Monat ca. 4   €. Ist also (in der Finanzplanung!) zu vernachlässigen.

Wird man davon überhaupt satt?

Aber ja! Allerdings habe ich festgestellt, dass sich, wenn ich „vernünftig“ esse, meine Portionen mehrklich vergrößert haben.

Und das schmeckt?!

Natürlich. Auch wenn man am Anfang vielleicht etwas rumprobieren muss, was gut zusammen passt. Meiner Meinung nach macht gerade das vegane Kochen unglaublich kreativ und erfinderisch.

Was bringt dir das eigentlich?

In erster Linie kann ich mit besserem Gewissen kochen, essen und genießen, weil ich versuche, durch meine Ernährungsweise den Tieren so wenig zu schaden, wie es nur irgendwie möglich ist. Außerdem esse ich viel, viel bewusster. Und mit viel mehr Spaß. Zumindest meistens. 🙂

Ist das nicht total anstrengend?

Gut, es erfordert schon ein paar mehr Überlegungen, also im Supermarkt einfach stumpf von Regal zu Regal zu laufen und alles Verfügbare einzusacken, aber das ist tatsächlich Gewöhnungssache.

Und die Proteine?!

Bohnen, Hülsenfrüchte, Vollkorn-Getreide… Alles sehr regelmäßig in meinem Speiseplan vertreten. 🙂

Das würd‘ mich ja nerven.

Nein, mich gar nicht. Es ist zwar manchmal ein wenig aufwändiger, man bekommt nicht überall sofort etwas zu Essen, muss auch mal Zutatenlisten studieren… Aber das spielt sich alles ein.

Ich würd‘ ja auch gerne mal…

Dann fang an. Aber nimm bitte Vitamin B12 zu dir. Und zwar inform von (ausreichend dosierten!) Tabletten! klick>>

4 Kommentare

  1. Ob man nun darüber spricht ob man lieber Schnitzel oder Kotleets isst oder wie man (vegane) Leberwurst am besten herstellt, spielt in meinen Augen keine Rolle. Ich gebe zu das ich vegane/vegetarische Leute nach wie vor „schräg“ finde, aber ich akzeptiere es. Ich hab es ein paar Mal ausprobiert und für mich iwäre es nichts. Und zum Thema vernünftigt essen: Du musst zu nehmen, also dürfen die Portionen auch größer werden

  2. Ich finde es generell total daneben, Essgewohnheiten anderer Menschen zu kommentieren. Was geht die das denn an? Es betrifft sie ja nicht. Interesse, gerne. Aber dieses „Also ich find das ja merkwürdig/anstrengend/wasweißich“ ist so unnötig. Schön für dich, du musst es nicht machen, also sei ruhig. Meine Familie macht sich gerne über meine vegetarische Lebensweise lustig und ein Bekannter (Fleischfresser) hat mal gesagt „Warum nicht gleich vegan? Also entweder ganz oder gar nicht!!“ Das hat mich im ersten Moment ttotal überrumpelt. Ich versteh einfach nicht, wieso Menschen das kommentieren müssen. So. Rant Ende. 😀

    LG Sam

    P.S.: Sojamilch hab ich mal probiert und mir ist davon übel geworden. Ich hab mal gelesen, dass Kuhmilch eigentlich gar nicht gut für Menschen wäre, deswegen wollte ich mal umstellen. Aber bei mir fällt der Preisunterschied halt schon ins Gewicht, deswegen bleibts jetzt erstmal dabei…

  3. Hallo,
    komme leider erst spät zum kommentieren, wollte aber dennoch meinen „Senf“ dazugeben.

    Auch mir geht es, wenn auch in umgekehrter Weise, auf den Keks wenn die Leute an meinem kulinarischen Lebensstil herummeckern. Ich bin nicht gerade dafür bekannt mich sehr gesund zu ernähren. Viel Fett, viel Fleisch, viel zu viel Zucker manchmal. Auch Ich hab ein kleines Übergewicht.

    Aber, Ich bin glücklich damit, Ich halte mein Gewicht, bin dadurch dass Ich kein Auto mehr habe fitter geworden und so weiter.

    Auch Ich kann das nicht leiden wenn andere an meinen oder den Essgewohnheiten anderer rummeckern. Das ist jedem sein eigenes Ding und das kann ein jeder selber entscheiden was er macht.

    Ich halte es beim Essen wie mit der Religion: So lange mich keiner bekehren will kann jeder machen was er will.

    Grüße aus Kaiserslautern,

    Philipp

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

© 2017 Gedankenbuch.

Theme von Anders NorénHoch ↑