Gedankenbuch.

Das flauschigste Blog in diesem Internetz.

Alternativlos?

Nächste Woche mache ich diesen Job zwei Monate lang. Das ist wirklich nicht viel, ich weiß. Aber ich habe das Gefühl, dass das so nicht mehr weiter geht. Mein Körper hängt auf der „Yay, Psychsosomatik ist die Lösung aller Probleme!“-Schiene. Mir wird regelmäßig und aus heiterem Himmel so schwindelig, dass ich Minuten lang nichts anderes mehr machen kann, als auf meinem Stuhl zu sitzen und mir immer wieder selbst zu versichern, dass sich die Welt um mich herum nicht dreht… DieseWoche hat’s mich drei Tage lang völlig ausgeknockt. Ist alles nichts Neues für mich. Ist aber auch ein typisches „Hilfe, Überforderung!“-Signal. Mit Sirenen und roten Blinklichtern. Ich gehe komplett auf dem Zahnfleisch. Und ich muss noch viel mehr auf mich aufpassen. So sehr, dass es mit einer „normalen“ 40-Stunden-Woche nicht mehr vereinbar scheint. Die Ausbildung war ebenfalls ein permanentens „Geht. Irgendwie.“ Ich wusste aber: Wenn ich das drei Jahre lang durchhalte, habe ich eine abgeschlossene Berufsausbildung… Also bin ich regelmäßig umgefallen, wieder aufgestanden und hab mich weitergeschleppt. (Drama, Drama!)

Wenn ich diesen Job noch zehn Monate so mache, wie er jetzt ist, bin ich ziemlich allumfassend am Arsch. Und habe im Endeffekt nichts weiter davon als die ach so sehr gewünschte Berufserfahrung, da man mir von vornherein klar machte, dass eine Entfristung meiner jetzigen Stelle nicht vorgesehen ist. Und überspitzt gesagt kann ich sie dann vermutlich erstmal nicht für weitere Bewerbungen nutzen, weil ich mich erstmal regenerieren muss.  Die Arbeitszeit zu reduzieren ist bei meinem Gehalt nicht möglich. Ich weiß, dass es eventuell Möglichkeiten zurFinanzierung meines Lebensunterhalts gäbe, befürchte aber, diesebezüglich schon wieder durch alle Raster zu fallen…

Natürlich hatte die Neuropsychologin in der Reha damals sowas von Recht. „Wenn Sie Vollzeit arbeiten, müssen Sie ununterbrochen mit voller Kraft kompensieren. Was Sie auch wieder zusätzlich Kraft kostet…“ Bloß einen Lösungsvorschlag hatte sie nicht. Tja nun. Also sitz ich jetzt hier. Mit Vollzeit-Job, aber roten Alarm-Blinklichtern im Kopf.

Bravo, Wusel!

Nächste Woche werde ich meiner Hausärztin  mal diesen ganzen Krempel schildern und schauen, was sie für eine Idee hat.

 

2 Kommentare

  1. Wünsche Dir ganz viel Kraft. Stecke in einer ähnlichen Zwickmühle.

  2. Das hört sich garnicht gut an.

    Pass auf dich auf!

    Grüße aus Kaiserslautern

    Philipp

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

© 2017 Gedankenbuch.

Theme von Anders NorénHoch ↑